Luft-Wärmepumpe Funktion
Das Funktionsprinzip einer Luft-Wasser-Wärmepumpe ähnelt dem eines Kühlschranks: Während der Kühlschrank die Wärme aus dem Inneren nach außen leitet, entzieht die Wärmepumpe der Umgebungsluft Wärme und bringt diese in das Hausinnere. Diese aufgenommene Wärme wird von der Wärmepumpe mithilfe eines Kältemittels und eines Verdichters auf ein höheres Temperaturniveau angehoben. Dadurch kann die gewonnene Energie sowohl für die Beheizung der Wohnräume als auch für die Warmwasserbereitung genutzt werden. Selbst bei niedrigen Außentemperaturen arbeitet das System effizient.
Die Wärmepumpe saugt über einen Ventilator die Außenluft an. Über den integrierten Wärmetauscher wird der Luft die Energie entzogen. Die Wärmepumpe wandelt diese Energie dann in nutzbare Wärme um. Für diesen Vorgang benötigt das Gerät lediglich etwas Strom. Besonders effizient nutzen ihn die bösch Luft-Wärmepumpen: Aus einem 1 kW Strom können sie so 4 kW Wärme erzeugen.
Kühlen mit Luft-Wasser-Wärmepumpen
Mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe können Sie Ihr Zuhause nicht nur effizient und umweltfreundlich heizen, sondern durch die optionale Kühlfunktion auch im Sommer kühlen. Die Technologie ermöglicht es, das Funktionsprinzip der Wärmepumpe umzukehren, sodass über Ihre Fußbodenheizung oder andere geeignete Flächenheizsysteme eine sanfte Kühlung realisiert werden kann. Für eine noch effektivere Kühlung kann die Luft-Wasser-Wärmepumpe in Kombination mit speziellem Zubehör, wie z.B. Gebläse-Konvektoren, eingesetzt werden.
Häufige Fragen
Zugegeben, die Anschaffungskosten für eine Wärmepumpe sind relativ hoch. Dennoch lohnt sich die Investition! Sie benötigen weder Kamin, noch Gasanschluss, noch Brennstofftank. Es fallen auch keine Kosten für Brennstoffe und deren Lagerung an. Somit hat die Wärmepumpe bei den Betriebskosten die Nase vorn und besticht durch ihre günstigen Unterhaltskosten.
Unter den Wärmepumpen ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Abstand die günstigste Alternative. Da für das Erschließen der Wärmequelle kaum Kosten anfallen, sind auch die Investitionskosten überschaubar. Minimal ist auch die für den Betrieb benötigte elektrische Energie für Ihre Luft-Wärmepumpe. Wer kompromissbereit ist und auf etwas Effizienz verzichten kann, ist mit einer kostengünstigen Split-Wärmepumpe ebenfalls gut beraten.
Was kostet eine Luft-Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus?
Wie bereits erwähnt hängen die Kosten einer Luft-Wärmepumpe zunächst von der Bauweise ab. Es gibt Split- oder Monobauweisen. Zudem kommen noch die Kosten für den Einbau. Für Premiumgeräte wie jene von bösch muss mit 10.000€ aufwärts für das Gerät selbst gerechnet werden.
Von Förderungen profitieren
Wird meine neue Wärmepumpe gefördert? Es lohnt sich, dieser Frage bereits vor dem Kauf auf den Grund zu gehen: Denn vielfach werden Wärmepumpen vom Bund, den jeweiligen Ländern und oft auch durch die Gemeinden gefördert. Die notwendigen Voraussetzungen sind unterschiedlich, ebenso die Höhe der Förderungen. Unser Kundenservice informiert Sie gerne über die verschiedenen Möglichkeiten.
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und profitieren Sie von den maximalen Förderungen für Ihre neue Wärmepumpe.
Die Lautstärke einer Wärmepumpe ist je nach Modell unterschiedlich. Ein besonderes Augenmerk sollte auf den Schallleistungspegel gelegt werden. Anhand dessen Angaben können die Wärmepumpen miteinander verglichen werden. Die bösch Wärmepumpen liegen zwischen 42 und 53 dB(A) Der untere Bereich wird hierbei von kleineren Leistungen, wie sie meist im Einfamilienhaus benötigt werden, und der obere Bereich von Industrieanlagen abgedeckt. Zusätzlich können noch weitere Präventionsmaßnahmen, wie Schallhauben, Schallschutzwände und die richtige Projektierung dabei helfen, die Lautstärke zu reduzieren.
Im Vergleich zu anderen Varianten bringen Luft-Wärmepumpen ein paar Nachteile mit sich. Sole-Wärmepumpen, die Erdwärme nutzen, haben in der Regel einen höheren Wirkungsgrad, da die Bodentemperatur konstanter ist als die Lufttemperatur. Dies führt zu niedrigeren Betriebskosten. Erd-Wärmepumpen sind ebenfalls effizienter, da sie die konstante Temperatur des Erdreichs nutzen. Sie sind weniger abhängig von der Außentemperatur, was sie zuverlässiger und effizienter in extremen Wetterbedingungen macht.
Zusammengefasst bieten Sole- und Erd-Wärmepumpen eine höhere Effizienz und niedrigere Betriebskosten, allerdings sind die Anschaffungskosten und der Installationsaufwand im Vergleich zu Luft-Wärmepumpen deutlich höher.
Der Stromverbrauch hängt von einigen Faktoren ab. Die Hausgröße, die Dämmung, die allgemeine Nutzungsdauer, aber auch Funktionen wie Kühlen treiben den Verbrauch nach oben. Grob kann mit 3500 bis 5500 kWh pro Jahr gerechnet werden.
Luft-Wärmepumpen Heizung: drinnen oder draußen?
So einzigartig wie Ihre Ansprüche sind, so flexibel gestaltet sich auch die Wahl des Aufstellungsortes für Ihre Luft-Wasser-Wärmepumpe. Ob Außen- oder Innenaufstellung – Sie haben die Freiheit, die Variante zu wählen, die am besten zu Ihren räumlichen Gegebenheiten passt. Eine Außenaufstellung kann Platz im Haus sparen, während eine Innenaufstellung bei begrenztem Außenraum von Vorteil ist. Besonders vorteilhaft ist, dass Luft-Wasser-Wärmepumpen ideal für die Gebäudesanierung geeignet sind. Da weder eine aufwendige Erschließung von Wärmequellen noch ein tiefgreifender Eingriff in die Bausubstanz notwendig ist, können sie leicht in bestehende Gebäude integriert werden.
Außenaufstellung
Mit einer Wärmepumpe benötigen Sie weder Feuer noch Flamme. Um die Energie möglichst effizient und auf kürzestem Weg direkt der Umwelt zu entziehen liegt es nahe, das Gerät – bei entsprechenden Platzverhältnissen – im Freien aufzustellen. Luft-Wärmepumpen für die Außenaufstellung sind mit ihrem speziellen Eulenflügelventilator besonders schalloptimiert und wetterfest ausgeführt. Damit Sie Ihre Nachtruhe ungestört genießen können, arbeiten die Luft-Wärmepumpen von bösch flüsterleise.
Splitaufstellung
Eine Alternative zur klassischen Luft-Wärmepumpe in Monoblock-Ausführung bildet die Split-Wärmepumpe SPLITBLOCK. Sie besteht aus einer luftführenden Außeneinheit und einem kompakten Innengerät. Je nach Ausführung können diese beiden Komponenten etwas variieren. Außen- und Inneneinheit werden getrennt voneinander aufgestellt und über Kältemittelleitungen miteinander verbunden. Diese müssen durch einen zertifizierten Kältefachmann verlegt und jährlich auf ihre Dichtheit überprüft werden. Aus diesem Grund ist die Montage etwas aufwendiger als bei herkömmlichen Luft-Wärmepumpen. Durch den Preisvorteil wird diese Variante trotzdem sehr gerne und gerade bei Sanierungen verwendet.
Luft-Wärmepumpe im Altbau
Die Modernisierung von Altbauten stellt oft eine Herausforderung dar – insbesondere wenn es um die Heiztechnik geht. Mit der Luft-Wärmepumpe bietet bösch eine zukunftsweisende und umweltfreundliche Lösung, die sich ideal für den Einsatz in Bestandsgebäuden eignet. Luft-Wärmepumpen sind besonders flexibel und benötigen keine aufwendige Erschließung von Energiequellen wie bei Erdwärmepumpen. Das bedeutet: keine Bohrungen und keine tiefgreifenden Eingriffe in die Bausubstanz.
Gerade im Altbau profitieren Sie von den Vorteilen der Luft-Wärmepumpe. Dank moderner Technologie kann sie sowohl im Innen- als auch im Außenbereich aufgestellt werden und passt sich den baulichen Gegebenheiten perfekt an. Besonders attraktiv ist die Tatsache, dass sich Luft-Wärmepumpen hervorragend in bestehende Heizsysteme integrieren lassen. Das macht sie zur optimalen Wahl bei der Sanierung und Modernisierung von Altbauten.
Eine perfekte Partnerschaft...
...bilden Luft-Wasser-Wärmepumpen kombiniert mit einer Photovoltaik-Anlage. Luft-Wärmepumpen überzeugen ohnehin schon durch ihre niedrigen Betriebskosten. Der ökologische Fußabdruck Ihrer Wärmepumpen-Heizung lässt sich mit selbst erzeugtem Sonnenstrom aber noch weiter verbessern. Eine Solarstrom-Anlage kann gerade in der Übergangszeit den Stromverbrauch der Wärmepumpe perfekt abdecken.
Intelligenter Stromverbrauch inklusive
Für den effizientesten Betrieb überhaupt sind die bösch Wärmepumpen Smart Grid Ready. Smart Grid steht für "intelligentes Netz". Alternative Stromquellen wie Photovoltaik oder Windkraft weisen keine konstante Leistung auf, da sie von den natürlichen Lichtverhältnissen und Wetterphänomenen beeinflusst werden. Ein Großteil der elektrischen Energie wird meist dann erzeugt, wenn er nicht benötigt wird.
Hier kommt Smart Grid ins Spiel: Ist bei geringer Nachfrage ein großes Angebot an elektrischem Strom vorhanden, kann der Energieversorger ein Signal aussenden, das den jeweiligen Nutzern den Überschuss an elektrischer Energie mitteilt. Die Wärmepumpe kann nun mit kostengünstigem Netzstrom Wärme erzeugen und damit den Wärmespeicher aufladen.
Die Smart Grid-Funktion ist auch auf Ihre Photovoltaik-Anlage anwendbar. Dadurch können Sie gezielt den produzierten elektrischen Strom für die Heizung verwenden, um dadurch den Überschuss auf effizienteste Art in thermische Energie umzuwandeln. So heizen Sie immer mit dem aktuell kostengünstigsten Strom.
Ein Smart Home eben.
Offen für andere Energieträger und Heizsysteme
Was ist besser als ein Heizsystem? Zwei Systeme, die perfekt aufeinander abgestimmt sind. Luft-Wärmepumpen lassen sich sehr gut mit anderen Systemen ergänzen. Das erhöht die Ausfallsicherheit durch zwei unabhängige Wärmeerzeuger und hilft zusätzlich sparen. Je nach Brennstoff-/Stromkosten wird der Wärmeerzeuger eingesetzt, der am kostengünstigsten arbeitet. Die Wärmepumpe übernimmt den größten Teil des Wärmebedarfs. An besonders kalten Tagen unterstützt bzw. übernimmt bei Bedarf der zweite Wärmeerzeuger. Die Wärmepumpenregelung steuert den zweiten Wärmeerzeuger mit und sorgt für einen einfachen und effizienten Betrieb.